Die Neugestaltung des Fußweges in der Uichteritzer Straße

Im Jahre 2007 wurde durch den Gemeinderat Markwerben die Neugestaltung des Fußweges in der Uichteritzer Straße beschlossen. Das Konzept beinhaltete eine Verlegung des Gehweges weg von der Straßenseite, dafür näher an die Häuserflucht heran. Dazu mussten die ca. 70 bis 80 Jahre alten Linden gefällt werden. Diese wurden schon in den 80er Jahren verstümmelt, das heißt, durch einen Radikalschnitt blieben nur die 3 bis 4 Meter hohen Baumstümpfe übrig. Die neuen Triebe wuchsen unkontrolliert in alle Richtungen und man schnitt sie alle paar Jahre bis auf den Baumstumpf zurück. Schon hier versäumte man, die Bäume fachgemäß zu beschneiden. Nun mussten im Zuge der Neugestaltung des Fußweges die Bäume ganz weichen. Leider sah das Projekt  keine Neubepflanzung mit Jungbäumen vor. Zur Begründung wurde angeführt, dass die neuen Bäume durch ihre unmittelbare Nähe zum Fußweg diesen im Laufe der Jahre zerstören würden. Ich selbst ließ mich durch diese Argumentation blenden und stimmte zu. Erst später sah ich mir andere neu gestaltete Straßen und Fußwege an und musste feststellen, dass man da wieder Bäume pflanzte, obwohl zum Teil weniger Platz zwischen Bäumen und dem Fußweg oder der Straße bestand. Eine mündliche Anfrage an die zuständigen Leute brachte kein positives Ergebnis. Man verteidigte die alte Position mit einem Eifer, der schon erschreckend war. Auch andere Einwohner, die mit der Fällung nicht einverstanden waren und dies ansprachen, wurden kurz und bündig abgefertigt. Man muss natürlich auch sagen, dass einige Einwohner der Uichteritzer Straße die Beseitigung der Bäume begrüßten. Als Ausgleichspflanzung wurden stachlige Bodendecker gepflanzt, die man vor jedem Baumarkt oder Einkaufzentrum findet, der Straße ein uniformes und beliebiges Aussehen geben und dem dörflichen Charakter überhaupt nicht gerecht werden. Dazwischen pflanzte man Blumen, die mit großer Wahrscheinlichkeit nur einmal blühen werden, denn sie werden später überwuchert. Natürlich mussten auch neue Bäume gepflanzt werden. Leider hatte man die Chance nicht genutzt, im Dorfzentrum Pflanzungen vorzunehmen (der Anger war ursprünglich eine Streuobstwiese), sondern man pflanzte sie weit ab in die Flur. Bin einmal gespannt, wie diese gepflegt werden.

 

      

 

Wie trostlos jetzt die Straße aussieht, kann man auf den Bildern erkennen. Ich habe eine Baumchronologie ab 2006 mit dazugestellt, wo man schön erkennen kann, dass die Wohnqualität stark gelitten hat. Staub und Dreck wird nun nicht mehr durch die Bäume abgefangen. Im Sommer kann die Sonne ungehindert in die Fenster scheinen und die Räume aufheizen. Diejenigen, die meinten, durch die Bäume kam kein Tageslicht in die Räume, werden nun die ersten sein, die die Rollos herablassen. Von der Schönheit der Bäume im Frühjahr und im Herbst will ich erst gar nicht anfangen.  

Es ist immer wieder bedauerlich, dass es Menschen gibt, die die Natur als Belastung empfinden. Eigentlich sollten solche Leute in die Stadt ziehen, wo es zum Teil noch weniger Natur gibt und man von dem Übel Schatten werfender Bäume, im Herbst herab fallender Blätter, am Morgen laut zwitschernder Vögel usw. verschont bleibt.

 

 

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Fakten zu Markwerben

Seit dem 1.1.2010 Ortsteil von Weißenfels.

Amtliche Bezeichnung: Stadt Weißenfels - OT Markwerben

Einwohner (Stand Januar 2016): 613

Fläche: 3,77 km²

Postleitzahl: 06667

Vorwahl: 03443

KFZ-Kennzeichen: BLK / WSF

Ortsbürgermeister: Günter Fabig - Salpeterhütte 9

Koordinaten:

Länge: 11.9333/ 11° 55` 60“

Breite: 51.2167/51° 13` 0“

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